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Elon Musks KI-Firma schluckt Online-Plattform X

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Mon, 03/31/2025 - 00:00

Thema des Tages

Das Startup für Künstliche Intelligenz von Elon Musk, xAI, hat die ebenfalls im Besitz des Milliardärs befindliche Social-Media-Plattform X übernommen und damit einen neuen Grosskonzern geschaffen. Im Rahmen der Aktientransaktion werde xAI mit 80 Milliarden US-Dollar und X mit 33 Milliarden Dollar bewertet, erklärte Musk in einem Social-Media-Post. "Heute machen wir offiziell den Schritt, die Daten, Modelle, Berechnungen, den Vertrieb und die Talente zu kombinieren", so Musk. Die Führungskräfte der Unternehmen seien davon überzeugt, dass es einfacher sein werde, unter dem Dach des neuen Grosskonzerns frische Gelder für die kombinierten Geschäfte zu beschaffen, so eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Der Deal kombiniert das von Musk kontrolliertes KI-Unternehmen, das an der Entwicklung neuer Tools experimentiert, mit seiner Social-Media-Plattform. X könnte als leistungsfähiges Vertriebsinstrument für die Produkte von xAI dienen.

Schweizer Aktien

In einem schwachen Börsenumfeld hat sich der schweizerische Aktienmarkt am Freitag wacker geschlagen - gestützt von den defensiven Schwergewichten. Der SMI sank 0,2 Prozent auf 12.840 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 13 Kursverlierer und sieben -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 20,27 (zuvor: 25,54) Millionen Aktien. Gestützt wurde der eidgenössische Markt von den defensiven Schwergewichten Nestle (+1,1%), Roche (+0,8%) und Novartis (+0,3%). In unsicheren Zeiten greifen Anleger gern auf diese Werte zurück. Holcim strebt nach der geplanten Abspaltung des Nordamerikageschäfts Amrize bis 2030 Wachstum bei Umsatz und Gewinnen an. Der Baustoffhersteller zielt dabei im Schnitt auf 3 bis 5 Prozent jährliches organisches Umsatzwachstum und ein Wachstum von 6 bis 10 Prozent beim wiederkehrenden EBIT, wie der Konzern anlässlich seines Kapitalmarkttages mitteilte. Vontobel sprach von soliden Wachstumsprognosen. Moody's bestätigte die Bonitätsnote. Der Kurs sank um 1,1 Prozent, was Händler aber mit den zyklischen Charakter der Aktie erklärten.

Internationale Märkte

Europa
Der europäische Aktienmarkt ist am Freitag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der DAX büsste 1 Prozent auf 22.462 Punkte ein, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,9 Prozent auf 5.331 Punkte nach unten. Vor dem Wochenende nahmen die Anleger Gewinne mit. "Das ist aktuell ein politisch dominierter Markt, in dem sich die Stimmung schnell und häufig dreht", sagte Thomas Altmann von QC Partners. Die Märkte warten auf Details zu weiteren US-Zöllen. Und weil vielfach damit gerechnet wird, dass die Zölle zu einer höheren Inflationsrate führen werden, haben die Börsen umso mehr auch die Entwicklung der Preise im Blick. SAF-Holland schlossen 0,2 Prozent im Minus. Wie der Lkw-Zulieferer anlässlich seines Kapitalmarkttages mitteilte, will er sowohl organisch als auch durch Übernahmen wachsen. Zudem will er Massnahmen zur Effizienzsteigerung umsetzen. Ionos verloren 0,2 Prozent auf 25,90 Euro. Der Grossaktionär Warburg Pincus habe am Vorabend Aktien zu 24,55 Euro platziert, hiess es im Handel. Dies seien die letzten 8,6 Prozent gewesen, Warbung sei jetzt nicht mehr beteiligt. Damit stehen keine weiteren Verkäufe mehr an, was der Aktie Rückhalt bot.

USA
Die Talfahrt der Wall Street hat am Freitag den dritten Tag in Folge angehalten und sich dabei merklich beschleunigt. Denn es kam einiges zusammen: Zoll-, Inflations- und Konjunktursorgen. Im Verlauf verstärkte sich der Abgabedruck, Anleger scheuten das Schlagzeilenrisiko über das Wochenende. Denn US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt öfters am Wochenende Aussagen zur weiteren Zollpolitik verlautbaren lassen. Und der grosse Rundumschlag am 2. April mit individuell auf jeden Handelspartner abgestimmten Zöllen rückte immer näher - und mit ihm stieg die Nervosität am Markt. Der Volatilitätsindex, auch "Angstbarometer" genannt, sprang um über 16 Prozent nach oben. Der Dow-Jones-Index sackte um 1,7 Prozent auf 41.584 Punkte ab, S&P-500 und Nasdaq-Composite sausten um 2 bzw. 2,7 Prozent gen Süden. Die Zahl der Kursgewinner an der Nyse betrug nach vorläufigen Angaben 603 (Donnerstag: 1.143), die der -verlierer 2.191 (1.621). Unverändert schlossen 37 (58) Titel. "Wenn (...) alle das Schlimmste erwarten, reduzieren Anleger das Risiko, also sehen wir beschleunigte Verkäufe, wenn wir auf ein Wochenende zusteuern", fasste Chefmarktstratege Jay Woods von Freedom Capital Markets das Geschehen zusammen. Mit Spannung wurde auf das Börsendebüt von Coreweave geschaut. Der auf KI spezialisierte Cloud-Computing-Anbieter und Nvidia-Partner hat ein enttäuschendes Börsendebüt hingelegt. Der erste Kurs lag bei 39 Dollar und damit noch unter dem im Vorfeld reduzierten Ausgabepreis von 40 Dollar. Die ursprüngliche Preisspanne hatte zwischen 47 und 55 Dollar gelegen. Zum Handelsende lag Kurs bei 40 Dollar. Der Börsengang war einer der grössten der vergangenen Jahre im Technologiesektor. Autowerte gaben mit den verhängten Zöllen weiter nach. Ford fielen um 1,8 Prozent, General Motors und Stellantis um 1,2 bzw. 4 Prozent. Die verhängten Zölle werden auch US-Hersteller belasten, weil diese unter anderem in Mexiko Werke betreiben. Auch Tesla (-3,5%) gaben diesmal nach, obwohl der E-Autohersteller für die USA nur im heimischen Markt produziert.

Asien
Teils massive Kursverluste verzeichnen die Indizes an den ostasiatischen Börsen am Montag, nachdem am Freitag an der Wall Street Ausverkaufsstimmung geherrscht hatte. Am härtesten trifft es den Tokioter Nikkei-225-Index, der um rund 4 Prozent auf 35.624 Punkte in den Keller rauscht. Er bekommt zusätzlich Gegenwind vom weiter aufwertenden Yen.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt fielen die Renditen zum Wochenschluss trotz der hohen Inflationsdaten, allerdings waren die Renditen bereits in jüngster Zeit deutlich gestiegen. Die Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe sank um 4,255 Basispunkte auf 4,255 %.

Analyse
UBS erhöht Richemont-Ziel auf 184 (180) CHF – Buy
UBS senkt RWE-Ziel auf 42 (46) EUR – Buy
HSBC erhöht Fraport-Ziel auf 70 (65) EUR – Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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