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Trumps Zollschock trifft viele Autohersteller

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Thu, 03/27/2025 - 00:00

Thema des Tages

US-Donald Präsident Trump hat 25 Prozent Zoll auf alle Autoimporte angekündigt, beginnend am 3. April. "Wir werden 25 Prozent Zölle auf alle Autos erheben, die nicht in den Vereinigten Staaten hergestellt werden", sagte Trump am Mittwochabend. Ausnahmeregelungen für Länder wie Kanada und Mexiko, die ein Freihandelsabkommen mit den USA haben, scheinen damit ausgeschlossen zu sein. Die Zölle würden auf fertige Autos und Autoteile erhoben, sagte ein hoher Regierungsbeamter. Der Zollsatz von 25 Prozent soll zusätzlich zu bestehenden Zöllen erhoben werden, darunter die derzeit von den USA erhobene Abgabe von 2,5 Prozent sowie die Zölle von 25 Prozent auf leichte Nutzfahrzeuge, erklärte der Regierungsbeamte weiter. Fast die Hälfte der in den USA im Jahr 2024 verkauften Neufahrzeuge wurde außerhalb der USA montiert. Mexiko ist der größte Autoexporteur in die USA und liefert Pickups von General Motors, Ram und Toyota sowie Fahrzeuge von Nissan und VW sowie von BMW und Audi. Aktien von General Motors, Stellantis und Ford erlitten Einbußen zwischen vier und sieben Prozent im nachbörslichen Handel.

Schweizer Aktien

Mit leichten Verlusten hat der schweizerische Aktienmarkt zur Wochenmitte den Handel beendet. Der SMI verlor 0,5 Prozent auf 12.954 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursverlierer und 6 -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 19,23 (zuvor: 22,69) Millionen Aktien. Bei den Einzelwerten verlor die UBS-Aktie 0,1 Prozent. Das Gericht der Europäischen Union (EuG) hat die Geldbussen für UBS, Nomura und Unicredit weitgehend bestätigt, die die EU-Kommission im Zusammenhang mit Vorwürfen eines Kartells für europäische Staatsanleihen den Banken auferlegt hat. Die EU-Kommission hatte 2021 gegen UBS, Nomura und Unicredit eine Geldbusse von insgesamt 371 Millionen Euro verhängt. Die Banken können den Fall noch vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) tragen - das oberste Gericht der EU - um die Strafe zu verhindern. Ein UBS-Sprecher sagte, die Bank werde die Entscheidung prüfen und überlegen, ob sie Berufung einlegen werde. Belastet wurde das Sentiment auch von den Abgaben der Index-Schwergewichte Roche und Novartis, die um 0,9 bzw. 1,0 Prozent fielen. Die Nestlé-Aktie zeigte sich dagegen wenig verändert. Die Aktien von GAM knickten nach Jahreszahlen um 8,3 Prozent ein. Das Unternehmen ist im vergangenen Geschäftsjahr in der Verlustzone geblieben und rechnet erst im Jahr 2026 mit einer Rückkehr in die Gewinnzone.

Internationale Märkte

Europa
Der europäische Aktienmarkt hat am Mittwoch mit Abgaben geschlossen. Der DAX verlor 1,2 Prozent 22.839 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es ebenfalls um 1,2 Prozent auf 5.412 Punkte nach unten. Neue Inflationsdaten aus Grossbritannien zeigten derweil einen geringeren Anstieg als erwartet, was auf der Insel Zinssenkungs-Hoffnungen schürt. Entsprechend gab das Pfund nach, während die Londoner Börse etwas fester tendierte. Gegen den Trend am Gesamtmarkt legten Siemens Energy um 1,7 Prozent zu. Stützend wirkte der Verkauf der Mehrheit am indischen Windgeschäft an TPG durch Siemens Gamesa. Siemens Gamesa wird zukünftig nur noch 10 Prozent an dem Geschäft halten. Tagesverlierer im DAX waren Sartorius mit einem Minus von 5,5 Prozent - hier soll eine negative Analystenstudie belastet haben. Laut verschiedenen Presseberichten könnte der Pirelli-Vorstand auf der heutigen Sitzung Druck auf Sinochem ausüben, ihre Beteiligung an dem italienischen Reifenproduzenten zu senken. Pirelli verloren 2,9 Prozent. 1&1 gewannen 0,8 Prozent, und das, obgleich das operative Ergebnis dieses Jahr um 3,4 Prozent sinken soll und damit stärker als vom Markt erwartet. Die 1&1-Mutter United Internet (+3,4%) kündigte derweil neben einer Erhöhung der normalen Dividende eine "Nachholdividende" an. Renk schlossen nach endgültigen Zahlen 4,1 Prozent fester.

USA
Die Indizes der Wall Street haben am Mittwoch im Verlauf deutlich nachgeben. Der Dow-Jones-Index sank um 0,3 Prozent auf 42.455 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite gaben 1,1 bzw. 2,0 Prozent ab. Die Zahl der Kursgewinner an der Nyse betrug nach vorläufigen Angaben 981 (Dienstag: 1.190), die der -verlierer 1.790 (1.593). Unverändert schlossen 57 (46) Titel. Mit der Ankündigung von Autoimportzöllen verloren im Sektor GM und Stellantis 3,1 bzw. 3,6 Prozent. Ford hielten sich mit plus 0,2 Prozent besser. Nvidia sanken um 5,7 Prozent. Regulierungsbehörden in China halten grosse Technologieunternehmen des Landes davon ab, Nvidias H20-Chip zu kaufen, berichtete die Financial Times. Boeing fielen um 2,2 Prozent, nachdem ein Bundesrichter den US-Flugzeughersteller angewiesen hatte, im Juni in einem Strafverfahren vor Gericht zu erscheinen, das mit den beiden 737 MAX-Abstürzen 2018 und 2019 zusammenhängt. Gamestop kletterten um 11,8 Prozent. Der Videospielehändler will künftig Bitcoin als Reservevermögen einführen. Die Geschäftszahlen für das vierte Quartal traten dabei etwas in den Hintergrund. Dollar Tree (+3,1%) veräussert den Bereich Family Dollar für über 1 Milliarde Dollar. Die Viertquartalszahlen des Einzelhändlers gingen dabei etwas unter. Worthington Enterprises schossen um 23,8 Prozent in die Höhe, der Industriefertiger überraschte mit Drittquartalszahlen und Ausblick positiv. Nach einer angehobenen Prognose zogen Cintas um 5,9 Prozent an.

Asien
Uneinheitlich tendieren die Aktienmärkte in Ostasien am Donnerstag. In Schanghai notiert der Composite-Index 0,3 Prozent höher. Der Hang-Seng-Index in Hongkong legt um 1,0 Prozent zu. An der Börse in Tokio gibt der Nikkei-225-Index um 1,0 Prozent nach auf 37.662 Punkte. In Seoul verliert der Kospi 1,3 Prozent. Die Aktien der japanischen Autohersteller Toyota Motor, Honda und Nissan fallen um 2,8 bzw. 3,0 bzw. 2,1 Prozent. Für Hyundai Motor und Kia geht es in Seoul um 4,1 bzw. 3,4 Prozent nach unten. Die von US-Präsident Donald Trump am Vortag angekündigten Strafzölle von 25 Prozent auf Autos belasten vor allem die Aktien japanischer und südkoreanischer Hersteller.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 4 Basispunkte auf 4,36 %, während die Rendite der 2-jährigen US-Staatsanleihen um 5 Basispunkte auf 4,03% kletterte. Die Autozollankündigungen befeuerten die Inflationserwartungen und standen somit Zinssenkungs-Hoffnungen entgegen.

Analyse
Kursziel Medacta: Morgan Stanley erhöht auf 146 (135) CHF - Overweight
Kursziel Sandoz: Royal Bank of Canada erhöht auf 44 (42) CHF - Sector Perform
Kursziel Phoenix Mecano: Research Partners erhöht auf 482 (466) CHF - Halten

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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