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Shell will Förderung und Aktionärsrendite erhöhen

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Wed, 03/26/2025 - 00:00

Thema des Tages

Shell (+1,5%) hat auf seinem Kapitalmarkttag eine neue Strategie für die nächsten fünf Jahre vorgestellt und dabei angekündigt, die Förderung von Öl und Gas steigern und die Rendite für die Aktionäre ausweiten zu wollen. Der in London börsennotierte Energieriese erklärte am Dienstag, dass seine neue Strategie mehr Wert mit weniger Emissionen schaffen werde und dabei verstärkt auf Kostensenkungen und geringere Kapitalausgaben setzt. Wettbewerber BP hatte schon vor Wochen seine Strategie des Ausstiegs aus dem Geschäft mit fossilen Brennstoffen über Bord geworfen. Shell kündigte an, die Förderung im Upstream-Geschäft sowie im integrierten Gasgeschäft bis 2030 um jährlich 1 Prozent steigern zu wollen. Damit soll die Produktion von 1,4 Millionen Barrel Erdöläquivalent täglich bis 2030 aufrechterhalten werden. Der Ölmulti strebt ausserdem bis 2030 ein jährliches Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent im Flüssiggasgeschäft an. Konzernchef Wael Sawan sagte, er wolle Shell als das weltweit führende integrierte Gas- und Flüssiggasunternehmen positionieren. Shell kündigte an, die Ausschüttungen an die Aktionäre von geplanten 30 bis 40 Prozent des Cashflows aus dem operativen Geschäft (CFFO) auf nunmehr 40 bis 50 Prozent auszuweiten. Der Konzern wird dabei weiterhin Aktienrückkäufe bevorzugen, seine progressive Dividendenpolitik von 4 Prozent im Jahr aber beibehalten.

Schweizer Aktien

Nach den Verlusten der vergangenen zwei Sitzungen hat sich der schweizerische Aktienmarkt am Dienstag nur ganz leicht erholt. Der SMI gewann 0,1 Prozent auf 13.013 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich elf Kursgewinner und acht -verlierer gegenüber, unverändert schloss eine Aktie. Umgesetzt wurden 22,69 (zuvor: 17,36) Millionen Aktien. Gesucht waren europaweit Bankentitel, in der Schweiz legten UBS um 1,7 Prozent zu. Kühne & Nagel gaben dagegen mit einem enttäuschenden Jahresausblick 4 Prozent nach. Holcim (+0,3%) sieht für die US-Tochter Amrize bis 2028 ein jährliches EBITDA-Wachstum von 8 bis 11 Prozent. Der Baustoffkonzern plant eine Ausgliederung der US-Tochter bis Ende des ersten Halbjahrs, was eine der grössten Transaktionen des Jahres in der Branche werden dürfte. Bei Alcon (-0,3%) gab es positive und negative Analystenkommentare. Unter den Nebenwerten zogen Baloise um 4,3 Prozent an. Die Gesellschaft blickte auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. Die vor Kurzem vorgestellte Refokussierungsstrategie sei erfolgreich angelaufen, hiess es. Auch Medacta (+5%) wusste mit den Geschäftszahlen 2024 zu überzeugen, Skan (+3,5%) verbuchte eine deutliche Gewinnsteigerung und einen starkem Auftragseingang 2024.

Internationale Märkte

Europa
An den europäischen Börsen haben sich die Kurse am Dienstag weiter erholt. Der DAX stieg um 1,1 Prozent und hat mit 23.110 Punkten die 23.000er Marke wieder überwunden. Der Euro-Stoxx-50 zog ebenfalls um 1,1 Prozent auf 5.475 Punkte an. Von der Erwartung einer steileren Zinskurve aufgrund der fiskal- und geldpolitischen Impulse profitierten einmal mehr die Banken und Versicherungen. Der Stoxx-Index der Banken gewann 2,1 Prozent, wobei Einzeltitel wie Unicredit oder BNP Paribas deutlich stärker zulegten. Der Index der Versicherer zog um 1,3 Prozent an. Im Minus schloss der Stoxx-Index der Einzelhandelswerte, er gab 0,5 Prozent ab. Belastet wurde er von einem Kurseinbruch der Kingfisher-Aktie (-14,1%) nach einem vorsichtigen Gewinnausblick. Positive Impulse kamen von Shell (+1,5%). Der Konzern will die Ausschüttungsquote erhöhen. Shell kündigte an, die Ausschüttungen an die Aktionäre von geplanten 30 bis 40 Prozent des Cashflows aus dem operativen Geschäft (CFFO) auf nunmehr 40 bis 50 Prozent auszuweiten.

USA
Nach der Rally zu Wochenbeginn ist die Luft an der Wall Street am Dienstag raus gewesen. Der Dow-Jones-Index stagnierte bei 42.588 Punkten, S&P-500 und Nasdaq-Composite stiegen um 0,2 bzw. 0,5 Prozent. Die Zahl der Kursgewinner an der Nyse betrug nach vorläufigen Angaben 1.190 (Montag: 2.039), die der -verlierer 1.593 (751). Unverändert schlossen 46 (49) Titel. Die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im März zum vierten Mal in Folge abgeschwächt und dies deutlicher als vorausgesagt. Boeing gewannen 0,9 Prozent. Der Flugzeugbauer versucht, eine frühere Vereinbarung zurückzuziehen, sich in einem langwierigen Strafverfahren schuldig zu bekennen, in dem das Unternehmen beschuldigt wurde, die Aufsichtsbehörden vor zwei tödlichen Abstürzen getäuscht zu haben, wie das Wall Street Journal berichtete. Mobileye kletterten 8,5 Prozent. Der Spezialist für Autonomes Fahren kooperiert mit Volkswagen und dem französischen Autozulieferer Valeo. Mosaic büssten 1,7 Prozent ein - Nutrien 4,5 Prozent. Russland soll laut Berichten nach einem Teilwaffenstillstand wieder Dünge- und Agrarprodukte exportieren dürfen. Die Preise für Kalidünger könnten somit am Weltmarkt fallen. AT&T (+1,3%) will sich einem Agenturbericht zufolge mit einem milliardenschweren Zukauf verstärken. Der US-Telekommunikationskonzern spreche derzeit exklusiv mit Lumen Technologies (-9,4%) über dessen Glasfasergeschäft, hiess es. KB Home sanken um 5,2 Prozent. Der Eigenheimbauer hatte im ersten Quartal die Markterwartungen enttäuscht. Trump Media, der Betreiber der Sozialen Plattform Truth Social, mehrheitlich im Besitz von Präsident Trump, hat eine Vereinbarung mit Crypto.com zur Einführung börsengehandelter Fonds und Produkte unterzeichnet. Der Kurs zog um 8,9 Prozent an. Unifirst sackten um 14,3 Prozent ab, Cintas (-0,6%) hatte die Übernahmegespräche beendet. Oklo sanken um 6,4 Prozent, das Atom-Startup verbuchte höhere Verluste und stellte weitere in Aussicht.

Asien
Zur Wochenmitte dominieren an den Börsen in Ostasien positive Vorzeichen. In Tokio steigt der Nikkei-225-Index um 1,1 Prozent auf 38.213 Punkte. Gesucht sind in Tokio Nintendo. Sie verbessern sich um 5,4 Prozent. Anleger setzen hier auf den Erfolg der neuen Spielekonsole Switch 2, die Nintendo in der kommenden Woche vorstellen will. Kaum verändert zeigt sich derweil die Börse in Schanghai. In Hongkong geht es mit dem Hang-Seng-Index nach den kräftigen Verlusten vom Vortag um 0,2 Prozent nach oben. In Seoul gewinnt der Kospi 1,2 Prozent. Hyundai Motor (+1,8%) und Kia (+1,2%) profitieren erneut von geplanten Investitionen in den USA, mit denen Strafzölle vermieden werden sollen.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt sank die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen um 3 Basispunkte auf 4,32 %, während die Rendite der 2-jährigen US-Staatsanleihen um 2 Basispunkte auf 4,03% nachgab. Neben dem schwachen Verbrauchervertrauen wurden die Anleihen auch von den geringer als gedacht ausgefallenen Hausverkäufen sowie von einer enttäuschenden Umfrage der US-Notenbankfiliale in Richmond zur Geschäftsaktivität gestützt.

Analyse
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Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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