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Allianz-Konsortium übernimmt Viridium für 3,5 Milliarden Euro

Von Nadine PEREIRA
Veröffentlicht am Thu, 03/20/2025 - 00:00

Thema des Tages

Die Allianz investiert mit mehreren Partnern in den Spezialversicherer Viridium. Ein Konsortium um den deutschen DAX-Konzern übernimmt Anteile an dem in Deutschland ansässigen Versicherer, der Lebensversicherungsbestände verwaltet. Mehrheitseigentümer Cinven steigt aus, die Miteigentümer Hannover Rück und Generali bleiben beteiligt. Die Transaktion hat ein Volumen von rund 3,5 Milliarden Euro. Zu dem Konsortium gehören neben Allianz auch Blackrock und T&D Holdings, wobei letztere den grössten Anteil erwirbt. Ein Fonds der italienischen Generali und Hannover Rück, die derzeit an Viridium beteiligt sind, schliessen sich dem Konsortium an. Gemäss der Struktur sei es möglich, dass sich auch weitere langfristige Investoren beteiligen können, teilte die Allianz weiter mit. Viridium soll als unabhängige, eigenständige Plattform weiter wachsen. Das Management bleibt an Bord. Der Abschluss der Transaktion wird in der zweiten Jahreshälfte erwartet. Die zuständigen Aufsichtsbehörden müssen noch zustimmen.

Schweizer Aktien

Der schweizerische Aktienmarkt hat am Mittwoch leicht nachgegeben. Anleger hielten sich vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank zurück. Der SMI verlor 0,2 Prozent auf 13.041 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich zehn Kursverlierer und zehn -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 22,22 (zuvor: 20,21) Millionen Aktien. ABB setzten sich mit plus 2,8 Prozent nachrichtenlos an die Spitze des SMI. Gefragt waren ferner die Aktien von Richemont und Logitech, die um 0,8 und 0,9 Prozent stiegen. Kühne + Nagel (+0,7%) dürften abermals vom jüngsten Wiederaufflammen des Nahostkonflikts und der daraus resultierenden Situation im Roten Meer profitiert haben. Unter den Indexschwergewichten verbuchten Novartis ein Minus von 0,2 Prozent. Roche (-1%) und Nestlé (-0,8%) wurden ebenfalls verkauft. In der zweiten Reihe schlossen Stadler nach Vorlage von Zahlen, die nicht in allen Punkten überzeugten, 3 Prozent schwächer. Der Gewinn im vergangenen Jahr und der Ausblick auf das laufende haben nach Ansicht von Analysten enttäuscht. Positiv seien indessen der freie Cashflow und die günstigere Zusammensetzung des Auftragseingangs.

Internationale Märkte

Europa
neinheitlich sind Europas Börsen am Mittwoch aus dem Handel gegangen. Während es an vielen Börsenplätzen nach oben ging, belasteten kräftige Gewinnmitnahmen in Deutschland, nachdem das Schuldenpaket den Bundestag passiert hatte. Besonders in stark gelaufenen Aktien wie Rüstungswerten wurde Kasse gemacht. Dazu wurden vor der wichtigen Fed-Sitzung schon Positionen geschlossen, die am Grossen Verfalltag an den internationalen Terminbörsen am Freitag fällig werden. Dem Risiko überraschender Fed-Aussagen wollten sich Marktteilnehmer lieber nicht aussetzen. Dies sorgte für teils erratische Kursausschläge in einzelnen Aktien. Der DAX verlor 0,4 Prozent auf 23.288 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 kletterte dagegen dank fester Energiewerte um 0,4 Prozent auf 5.507 Zähler. Kräftige Gewinnmitnahmen belasteten vor allem deutsche Rüstungsaktien: Rheinmetall fielen um 4,5 Prozent, Hensoldt sogar fast um 9 Prozent, bei Deutz und Renk ging es rund 4 und 8 Prozent tiefer. Das Rüstungspaket sei in der Branche nun eingepreist, hiess es im Handel. Bei Rheinmetall wurde hervorgehoben, das Morgan Stanley gerade das Kursziel auf die wichtige 2.000-Euro-Marke erhöht hatte. Zuvor waren es 1.300 Euro gewesen. Der Rheinmetall-Aktienkurs könnte sich bis 2030 auf 3.000 Euro auf dem aktuellen Kursniveau verdoppeln, so die Analysten.

USA
Nach den Abgaben des Vortages mit dem Absturz der Technologiewerte haben die US-Börsen am Mittwoch einen Teil ihrer Verluste wettgemacht. Die US-Notenbank hatte ihren Leitzins unverändert belassen. Der Begleitkommentar stützte die bisherigen Erwartungen, dass die Fed im laufenden Jahr zwei Zinssenkungen um insgesamt 50 Basispunkte vornehmen werde. Das sei am Markt mit Erleichterung aufgenommen worden, hiess es aus dem Handel. Dass die Währungshüter auch ihre Inflationsprognose erhöhten und ihre Wachstumserwartung für dieses Jahr senkten, trat darüber in den Hintergrund. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,9 Prozent auf 41.965 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite gewannen 1,1 bzw 1,4 Prozent. An der Nyse wurden nach vorläufigen Angaben 1.943 (Dienstag: 996) Kursgewinner gesehen, denen 822 (1.752) -verlierer gegenüber standen. Unverändert schlossen 66 (86) Titel. Unter den Einzelwerten sanken Pfizer um 0,4 Prozent. Der Pharmakonzern hat den Ausstieg aus dem britischen Unternehmen Haleon vollzogen. Pfizer hat ihre restlichen Anteile von 7,3 Prozent für netto 2,5 Milliarden Pfund verkauft. Der Preis je Aktie entsprach einem Abschlag von 1,55 Prozent auf den Haleon-Schlusskurs von Dienstag. Haleon hat zudem 44 Millionen Aktien von Pfizer zum selben Preis gekauft. Die US-Bank Morgan Stanley (+1,5%) plant einem Agenturbericht zufolge, noch in diesem Monat rund 2.000 Mitarbeiter zu entlassen. Der Stellenabbau werde den gesamten Konzern betreffen, mit Ausnahme der rund 15.000 Finanzberater. Der Plan für die Einschnitte bei der Bank, die rund 80.000 Mitarbeiter hat, sei bereits vor den jüngsten Marktturbulenzen in die Wege geleitet worden.

Asien
Die Aktienmärkte in Ostasien zeigen im Handelsverlauf am Donnerstag keine einheitliche Tendenz. In Seoul geht es leicht nach oben um 0,3 Prozent. In Hongkong nehmen die Anleger nach den jüngsten Aufschlägen dagegen Gewinne mit, der HSI liegt 1,2 Prozent zurück. In Schanghai gibt der Composite um 0,1 Prozent nach. In Tokio wird wegen des Feiertags zu Frühlingsanfang nicht gehandelt.

Obligationen
Am US-Rentenmarkt kamen die Renditen nach dem Fed-Entscheid leicht zurück. Konjunktursorgen bewegten den Anleihemarkt derzeit stärker als die Inflation, kommentierten die Fixed-Income-Strategen Cooper Howard und Collin Martin von Schwab.

Analyse
UBS senkt Siegfried auf 1.250 (1.309) CHF – Buy
UBS senkt Gerresheimer auf 106 (116) EUR/Buy – Händler
UBS erhöht Forvia auf 10 (9) EUR/Neutral – Händler

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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